News

Ihre Kunst ist „Ansichtssache“

Erstellt am Freitag, 14. September 2018 07:07

Großer Andrang bei Vernissage von Eva-Maria Kohl 

 

„Kaltnadel, Strichätzung oder Negative Aussprengtechnik – das sind keine Begriffe aus der Sado-Maso-Szene oder aus dem terroristischen Bereich, es handelt sich vielmehr um drei von zehn Radiertechniken, mit denen Eva-Maria Kohl arbeitet“ so der Vorsitzende des Verkehrsvereins Mandelbachtal Manfred Pfeiffer in seiner launigen Begrüßung zur Vernissage der Heckendalheimer Künstlerin. „Rund 20 Radierungen werden im Rahmen der vom Verkehrsverein organisierten Ausstellung im Mandelbachtaler Rathaus in Ormesheim gezeigt und geben einen Einblick in diese schöne Kunstform!“ 

 

Bürgermeister Gerd Tussing freute sich in seiner Begrüßung über den großen Andrang bei der Vernissage zu der Ausstellung, die den spielerischen Titel „Ansichtssache“ trägt. Kunstinteressierte aus dem ganzen Saarland, aber auch aus Rheinland-Pfalz waren dafür eigens nach Mandelbachtal gekommen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem Flötentrio Jessika Reiter, Christina Reiche und Fabrice Nahon, die auf der Querflöte klassische aber auch zwei moderne Stücke wie „Moon River“  oder der „Baby Elephant Walk“ von  Henry Mancini spielten. Eine Liedauswahl, die harmonisch akustische Akzente zu den optischen Reizen der  ausgestellten Radierungen setzte. 

Am Bild „Schwarze Sonne“ auf dem Ausstellungsplakat erläuterte die Laudatorin Dr. Brigitte Quack den Stil und die Technik von Eva-Maria Kohl: „Magisch, verspielt, gar ein wenig orientalisch, unter der  tropischen Sonne vermuten wir eine  Art Palme. Ist da nicht ein Wüstentier in der Blase zu sehen?“ Vage deute Eva Maria Kohl an und lasse dem Betrachter damit viel Spielraum für seine Interpretation. Technisch umgesetzt seien die Bilder als Aquatinta-Radierung. „Eva-Maria Kohl beschäftige sich seit. seit 1992 nicht nur intensiv mit verschiedenen Radiertechniken, sie hat auch seit 1999 ein eigenes wunderschönes, bestens ausgestattetes Atelier in Heckendalheim und ist seit 2012 auch als Dozentin für Radierung an der Freien Kunstschule ARTefix und bei der jährlichen Sommerakademie  Blieskastel  tätig!“ wußte die Kunsthistorikerin Quack. 

In der Ausstellung, die noch bis zum 28. September im lichtdurchfluteten Foyer des Mandelbachtaler Rathauses zu sehen ist, sind vorwiegend neue Werke zu sehen unter den auch einige heimische Ansichten verarbeitet sind, wie zum Beispiel der Staffel zwischen dem früheren Wohnort der Künstlerin St. Ingbert und ihrer heutigen Heimat Heckendalheim. „Hilfreich sind auch die Titel der Radierungen am unteren Bildrand“ freute sich Besucherin Agathe Dier aus Ormesheim. „Man bekommt durch sie oft Hinweise und nochmal eine andere Sicht auf die Bilder!“    

Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 28. September 2018 im Rathaus in Mandelbachtal zu sehen. Sie wird vor Ort von der Kreissparkasse Saarpfalz und der Gemeinde Mandelbachtal unterstützt. Besucht werden kann sie während der Öffnungszeiten des Rathauses vormittags von Montag bis Freitag jeweils von 8:30 bis 12:00 Uhr und nachmittags am Montag und Donnerstag von 13:00 bis 15:30 Uhr, sowie am Mittwoch von 13:00 bis 17:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen über die Künstlerin finden Sie im Internet unter www.evas-radierungen.de               

 

((Fotos: Willi Krebs, dürfen kostenfrei veröffentlicht werden )